Eriesee (kanadische Seite)

Der Eriesee ist der flachste der großen Seen und einer der reizvollsten für Ausflüge. Er ist warm und lockt mit vielen und langen Sandstränden, die im Sommer alle ziemlich belebt sind. Das nördliche Ufer gehört zu Ontario und das südliche teilen sich die Staaten Ohio, Pennsylvania und New York.

Die unten stehende Karte markiert die Plätze, zu denen es auf dieser und der Seite über den amerikanischen Teil des Eriesees Bilder und Texte gibt.

Fort Erie
Fort Erie liegt ganz im Nordosten des Sees und bietet sich als Ausgangspunkt für eine nette Fahrradtour entlang des Niagara bis zu den Fällen und weiter an. Man radelt auf einem gut ausgebauten und sicheren Radweg immer am Fluss entlang. Bis zu den Niagarafällen sind es knapp 30 km.

Die Peace Bridge zwischen Fort Erie und Buffalo – 1925-1927 erbaut und einer der wichtigsten Übergänge von Kanada in die USA.

Zwischen Port Colborne und Fort Erie gibt es einen schnurgeraden Rail Trail zum Radeln. Dabei trifft man mit ziemlicher Sicherheit auf mindestens einen Kanadareiher (Great Blue Heron)


Rock Point


Der Rock Point Provincial Park befindet sich an der Mündung des Grand River. Östlich des Parks an der Moulton Bay gibt es schöne Sandstrände wo aber leider mal wieder ein Cottage neben dem anderen steht, und es so gut wie keinen öffentlichen Zugang gibt.

Etwas weiter nördlich verläuft einer der alten Welland Canal Feeder. Das waren Kanäle, die die ersten Versionen des Welland Canal (es gibt insgesamt vier), der den Erie- mit dem Ontariosee verbindet, mit Wasser versorgt haben. Der neue Welland Canal ist auf die Feeder nicht mehr angewiesen, und so versanden sie langsam aber sicher.


Port Dover
Port Dover ist eine beliebtes Naherholungsziel. Es gibt einen Strand mit fünf (5) Palmen, wo man andere Leute angucken und selbst angeguckt werden kann. Pubs mit viel Bier gibt er gleich neben dran. Also, was will man mehr, und an einem warmen Sommerwochenende sich sind sich Port Dover und Malle gar nicht so unähnlich.



Abseits des Rummels gibt es aber auch noch Traditionen. Am frühen Morgen fahren die Fish Tugs auf den See heraus. Diese Boote sind typisch für die Großen Seen und auch überall am Eriesee anzutreffen.


Von Turkey Point nach Long Point
Bei Turkey Point gibt es einen tollen Sandstrand, der bei gutem Wetter entsprechend belebt ist. Hier kann man sein Auto abstellen und dann auf der ruhigen Lakeshore Road über Port Rowan nach Long Point radeln. Die Karte zeigt die Route, und der Marker die Position des Backus Heritage Village.

Einfach zu radeln und mit schönen Ausblicken und langen Sandstränden.

Auf der Tour kommt man Hafen von Port Rowan mit seinen Bootshäusern vorbei. Long Point ist eine große Halbinsel, die 40 Kilometer weit in den Eriesee ragt. Der größte Teil ist ein National Wild Life Area und nicht zugänglich. Der Teil vom Festland bis zum Park ist voll gepflastert mit Cottages. Aber am Ende des Erie Boulevards gibt es einen Campingplatz und einen langen und sehr schönen Sandstrand.

Nördlich von Port Rowan liegt das Backus Heritage Village, ein Freilichtmuseum mit mehreren Gebäuden aus der Zeit, als die ersten Siedler in Kanada sesshaft wurden. Highlight ist eine Mühle aus dem 18. Jahrhundert, die immer noch voll funktionstüchtig ist.


Rondeau Park
Der Rondeau Park wurde 1894 gegründet und ist somit der zweitälteste Provincial Park in Ontario. Eine acht Kilometer lange Nehrung trennt hier ein Stück des Eriesees ab. Die westliche Spitze ist ein Paradies für Vogelbeobachter. Es gibt einen langen Trail um die Spitze herum, der vor vielen Jahren einmal komplett geteert war und mittlerweile teilweise von den Wellen des Sees weg gespült wurde. Wer möglichst viele Vögel sehen will, sollte allerdings auch möglichst früh aufstehen.


Point Pelee National Park

Point Pelee National Park ist der südlichste Zipfel des kanadischen Festlandes und streckt sich weit in den Eriesee. Im nahe gelegenen Leamington gibt es einige Hotels, und man kann bequem von dort bis zum Park radeln.

Oder man fährt mit dem Auto in den Park und stellt es kurz nach dem Kiosk am Eingang rechts auf einen der Beach Parkplätze. Von dort radelt man die Straße weiter südwärts, aber auf dem letzten Stück sind Fahrräder nicht mehr erlaubt und man läuft noch etwa einen halben Kilometer bis zu Kanadas südlichstem Punkt.

Wer selbst kein Fahrrad dabei hat, kann eines mieten. Und für diejenigen, die den Park vom See aus erkunden möchten, werden alternativ auch Kanus zur Ausleihe angeboten.

Point Pelee bietet mehrere Trails, die allerdings Fußgängern vorbehalten sind. Dort kann man Vögel und die Natur beobachten.

So sieht die südlichste Ecke des kanadischen Festlandes aus.


Pelee Island
Von Leamington bzw. Kingsville kann man die Fähre nach Pelee Island nehmen. Das ist nun wirklich die südlichste Ecke Kanadas. Da die Fähre nur zwei bzw. drei mal am Tag fährt (je nach Wochentag), muss man für einen Besuch auf Pelee Island einen ganzen Tag einplanen. Auf der Insel gibt es Weingüter, eine Fasanenzucht, ein paar Restaurants mit Bed & Breakfast Angeboten und viele Cottages. Die ganze Ostseite ist ein langer Sandstrand, von dem aber nur ca. 50 Meter öffentlich zugänglich sind. Der Rest ist privat, und es steht ein Cottage neben dem anderen.

Die Fähre braucht etwa anderthalb Stunden für die Fahrt vom kanadischen Festland nach Pelee Island. Auf der Insel ist es dann wirklich ruhig und entspannt. Die nächste Hauptverkehrsstraße ist 50 km entfernt.

Man kann sein Auto mit nach Pelee Island nehmen, schöner ist es allerdings, mit dem Fahrrad die Insel zu erkunden. Es sollte aber ein robustes Model sein, denn nur wenige der 88 Kilometer Straßen sind asphaltiert, der Rest ist Schotterpiste. So hatte ich dann auch zwei Platten, und den ersten gleich nach 3 Kilometern. Immerhin zeigte der Computer am Ende trotzdem noch 55 Kilometer Tagesleistung an.

Und was es alles am südlichen Eriesee zu entdecken gibt, steht hier: Eriesee (amerikanische Seite).