Rund um den Ontariosee

Auch an den Ufern des östlichsten der großen Seen gibt es viel Natur zu sehen und Geschichte zu entdecken.

Die unten stehende Karte markiert die Orte, zu denen es auf dieser Seite Bilder und Texte gibt.

Von Niagara-on-the-Lake nach Kingston
Für diesen Teil der Rundreise habe ich ganz spezielle Seiten. Und zwar:

Einige der Bilder sind in höherer Auflösung verfügbar. Einfach auf die kleinen Bilder klicken.

Bluffers Park in Scarborough

Auch der Ontariosee hat seine Kreidefelsen. Die Scarborough Bluffs sind recht beeindruckend und bestehen eigentlich aus Sandstein. Der Park befindet sich am Seeufer in Scarborough, Torontos östlichem Stadtteil, und wurde in den 70ern und 80ern künstlich aufgeschüttet. Oberhalb der Felsen gibt es eine Wiese von der man einen tollen Ausblick auf den See hat.

 

Östlich von Toronto liegen einige kleine und beschaulich Städtchen am Ontariosee. Mehr dazu auf der Waterfront Trail Seite. Wenn man Zeit hat, fährt man weiter auf dem Highway 2 und kommt irgendwann nach Trenton. Hier lohnt sich ein Abstecher nach Prince Edward County, einer großen Halbinsel im Ontariosee. Auch dazu habe ich eine extra Seite. Fährt man weiter gen Osten, kommt man schließlich nach Kingston.

Presque’Ile
Der Presque’Ile Provincial Park ist ein Naherholungsgebiet bei Brighton, ungefähr 150 Kilometer östlich von Toronto. Es gibt dort einen großen Strand, Campingplätze, Wander- und Fahrradwege und einen berühmten Leuchtturm. Presque’Ile ist übrigens das französische Wort für Halbinsel, und davon gibt es mehrere rund um die großen Seen.

 

Kingston
Kingston ist eine nette kleine Universitätsstadt mit einem im Sommer recht regen Nachtleben. Außerdem befindet sich in Kingston eine die größte Strafvollzugsanstalt Ontarios.

 

Kingston und Gananoque bieten sich als Ausgangspunkte für einen Besuch der 1000 Islands Region im Sankt-Lorenz-Strom an. Von hier aus werden einige Bootstagestouren angeboten, die sich auf jeden Fall lohnen.

1000 Islands
Wo der Ontariosee in den Sankt-Lorenz-Strom abfließt, befinden sich hunderte von kleinen und größeren Inseln. Die meisten von ihnen sind seit Anfang des 19. Jahrhunderts in Privatbesitz und ihre Eigentümer nutzen sie als Sommerresidenzen. Ein Teil des Gebietes ist ein Nationalpark und aufgrund der vielfältigen Natur auch ein UNESCO-Biosphärenreservat.

 

Sehr schöne Bilder mit Motiven aus der 1000 Islands Region gibt es auf der Internetseite und in den Fotobüchern von Ian Coristine.

Wolfe Island
Wolfe Island ist die größte der 1000 Islands. Zu erreichen ist sie mit Fähren entweder von Kingston oder von Cape Vincent im US-Bundesstaat New York. Die Haupteinnahmequelle für die wenigen Inselbewohner ist der Tourismus, und so gibt es drei gut beschilderte Radrundwege und zwei Golfkurse. Wolfe Island ist außerdem ein Paradies für Vögelbeobachter.

 

Wolfe Island gehört zu Kanada und die Verbindung nach Cape Vincent im US-Bundesstaat New York ist eine kleine Fähre die weniger als zehn Autos auf einmal transportieren kann. Entsprechend geruhsam geht es beim Grenzübergang zu. Wenn man die Zeit auf den Fähren nicht mitrechnet, ist es wohl der Übergang von Kanada nach den USA mit der kürzesten Wartezeit.

Boldt Castle
Je größer der Geldbeutel, desto größer auch das Sommerhaus. Jeder hat schon einmal den Spruch „vom Tellerwäscher zum Millionär“ gehört. Der beschreibt ziemlich genau die Lebensgeschichte des George C. Boldt. Er kam in den 1860er Jahren mit seinen Eltern von der Insel Rügen in die USA und hat sich buchstäblich vom Küchengehilfe zum Leiter des Waldorf-Astoria-Hotels in New York hochgearbeitet.

Das Boldt Castle hat er für seine Frau Louise gebaut und dabei Motive deutscher Burgen und Schlösser verwendet. Nach dem Tot Louises wurden die Bauarbeiten sofort eingestellt, und daher blieben viele Räume unvollendet.

 

 

Sodus Bay und Chimney Bluffs
Die Sodus Bay liegt etwa 50 km östlich von Rochster und ist eine große Bucht im Ontariosee. An ihrem östlichem Ufer liegt Sodus Point. Dort gibt es einen schönen Strand, und man kann man einen Leuchtturm besichtigen, der ursprünglich 1825 gebaut wurde und bis 1901 seinen Dienst versah. Der Turm wurde 1871 abgerissen und wieder neu aufgebaut.

Auf der westlichen Seite der Bucht liegt der Chimney Bluffs State Park. Dort hat die Erosion durch Wellen und Wind bizarre Formationen an der Küste des Ontariosees geschaffen. Dahinter befindet sich ein Waldgebiet mit mehreren markierten Trail.

 

Hill Cumorah

Auf diesem Hügel bei Palmyrah will John Smith 1827 die Offenbarungen des Engels Moroni erhalten haben, die die Grundlage des Mormonentums bilden. Im Besucherzentrum kann man mehr über Geschichte und Hintergründe der Religion erfahren.

 

Rochester
Rochester liegt wie auch der Letchworth Canyon am Genesee Fluss was übersetzt so viel heißt wie „Fluss der vielen Fälle“. Und tatsächlich gibt es mitten in Rochester zwei recht große Wasserfälle, deren Kraft für Mühlen genutzt wurde. Die Blüte erlebte Rochester mit dem Eriekanal, der die großen Seen mit dem Hudson River verbindet. Kodak und Xerox wurden hier gegründet, und so nennt sich Rochester auch gerne „World’s Image Center“. Aber der industrielle Niedergang der Region um die großen Seen hat auch Rochester getroffen.

 

Das wohl lohnenswerte Ziel in Rochester ist das George Eastman House. Das Wohnhaus des Kodak Gründers kann besichtigt werden und bietet neben einem Archiv und einem Theater wechselnde Ausstellungen mehr oder weniger bekannter Fotografen. Außerdem gibt es Führungen durch das Haus und die Gartenanlagen, die beide recht beeindruckend sind, und einen Eindruck vom Reichtum des Besitzers geben.

 

Fort Niagara
Die Rundreise endet beinahe dort, wo sie begonnen hat: in Niagara. Nur diesmal auf der amerikanischen Seite. An der Mündung des Niagara, direkt gegenüber Niagara-on-the-Lake, steht das Fort Niagara.

Die Geschichte des Forts beginnt im 17. Jahrhundert mit der Kolonialisierung durch die Franzosen. Nach deren Abzug stand es abwechselnd unter britischer und amerikanischer Herrschaft. Im britisch-amerikanischen Krieg 1813 spielte es eine zentrale Rolle und war der Schauplatz einiger Schlachten.

Als der Krieg vorbei war und der Eriekanal gebaut wurde, verlor es allerdings komplett an Bedeutung und wurde unterschiedlich genutzt. Nach dem zweiten Weltkrieg diente es sogar als Lager für deutsche Kriegsgefangene. Heute ist es ein State Park und kann besichtigt werden. Die Aussicht auf den Niagara und den Ontariosee vom Fort ist grandios.