Wasserfälle in Ontario

Quer durch Ontario zieht sich das Niagara Escarpment, eine riesige Stufe in der Erdkruste, über die alle Bäche und Flüsse in der Region hinunter müssen. Und so gibt es entlang des Escarpment viele, viele Wasserfälle, von denen ich hier einige vorstelle.

Das bekannteste Beispiel für die Auswirkungen der Niagara-Schichtstufe sind die Niagarafälle, wo alles Wasser, was sich in den oberen Seen gesammelt hat, herunter stürzt.

Ganz in der Nähe der Niagarafälle, westlich von St. Catherines, befinden sich das Ball’s Falls Conservation Area. Dort gibt es nicht nur zwei Wasserfälle zu bewundern, sondern auch ein Freilichtmuseum mit Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert.

Etwas weiter östlich, oberhalb von Grimsby, liegt das Beamer Memorial Conservation Area. Neben Greifvögeln, einer tollen Aussicht über Grimsby und den Ontariosee, gibt es dort auch die beiden Beamer Falls zu sehen.

Die Ridge Road verläuft am Rand des Escarpments, und fährt man auf ihr vom Beamer Conservation Area weiter Richtung Hamilton, kommt man bald zum Devil’s Punchbowl. Hier stürzt das Wasser 37 Meter in die Tiefe, und mit etwas Kletterei kann man sich von der Gewalt des herunter stürzenden Wassers selbst überzeugen.

Das Niagara Escarpment verläuft mitten durch Hamilton am westlichen Rand des Ontariosees. Entsprechend viele Wasserfälle gibt es dort und Hamilton nennt sich auch gern Hauptstadt der Wasserfälle.

Etwas näher bei Hamilton und nicht weit entfernt von Devil’s Punchbowl befinden sich die Albion Falls. Über endlos viele Kaskaden und 19 Meter bahnt sich das Wasser des Red Hill Creek seinen Weg nach unten.

Nordwestlich von Hamilton liegen treffen sich zwei Flüsse in der Spencer Gorge.

Der Tew’s Falls wird vom Logie’s Creek gespeist und hat eine Höhe von 41 Metern. Nicht weit davon entfernt liegt der Webster’s Falls, der mit 22 Metern zwar nicht so hoch ist, dafür aber eine stattliche Breite von 33 Metern hat. Spencer Creek und Logie’s Creek treffen sich ein paar hundert Meter weiter abwärts in der Schlucht. Mehr als 10 Bassins entlang der Flussläufe zeugen davon, wie die Wasserfälle langsam ihren Standort verändert haben und durch das Escarpment gewandert sind.

Etwas weiter östlich und nördlich des Royal Botanical Garden befindet sich der 15 Meter hohe Borer’s Falls.

Noch weiter östlich, bei Waterdown, fällt der Grindstone Creek 10 Meter über den Grindstone Falls.

Der Wasserfall ist vielleicht nicht ganz so spektakulär, dafür ist der Weg entlang des Grindstone Creek recht reizvoll. Der Bach fließt hier über mehrere Kaskaden weiter bergab.

Bei Elora rauscht der Grand River 8 Meter in die Tiefe. Schon etwas weiter im Norden befinden sich die Eugenia Falls, die mit ihren 30 Metern Höhe recht spektakulär sind.

Noch weiter im Norden bei Owen Sound gibt es einige sehenswerte Fälle.

Sauble Falls ist mit seinen drei Metern Fallhöhe zwar nicht gerade spektakulär, aber trotzdem ein beliebtes Ausflugsziel. Zum einen gibt es in der Nähe den Sauble Beach, einen großen Sandstrand am Huronsee, und zum anderen kann man dort gut picknicken. Die Gegend um Sauble Falls ist übrigens auch bekannt als Little Germany, da mehr als 605 der Einwohner deutsche Einwanderer als Vorfahren haben.

Südlich von Owen Sound und noch im Stadtgebiet liegt der Inglis Falls. Der ist recht groß und macht schon etwas mehr her. Der Sydenham River stürzt hier 18 Meter in die Tiefe.

Ebenfalls ganz in der Nähe von Owen Sound befindet sich der Jones Falls.